Ökofilmtour
11. Februar - 25. März 2017

Die Ökofilmtour begeistert ihre Zuschauer mit ausgewählten, engagierten Filmen zu Natur- & Umweltthemen. Nach den Vorführungen können die Besucher wie immer mit Experten ins Gespräch kommen.
der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden.

 

Sa. 11. 02. 2017 • 20 UHR

„Ausgetrocknet. Brasilien in Not“, Doku 2016

Brasilien leidet an einer der schlimmsten Wasserkrisen seiner Geschichte. Wie kann es sein, dass einem der wasserreichsten Länder der Welt das Wasser ausgeht? António Cascais geht auf Spurensuche – zu Wort kommen Umweltschützer wie der berühmte Fotograf Sebastiano Salgado, Politiker, Agrarindustrielle und die betroffene Bevölkerung.


Sa. 18. 02. 2017 • 20 UHR

“Landstück”, Kino-dokumentarfilm (2016) 122 Min. R/A: Volker Koepp

In der Uckermark wird seit Jahrhunderten Landwirtschaft betrieben. Die weitgeschwungenen Felder reichen bis zum Horizont. Als die LPG der DDR abgewickelt wurden, konnten sich die Äcker erholen. Naturschutzgebiete sind entstanden und bäuerliche Familienbetriebe haben sich auf ökologischen Anbau umgestellt. Doch die globale Gier nach Land hat auch den Norden Brandenburgs erreicht. Der Staat verkauft das Land zu Höchstpreisen inzwischen an ortsfremde Großinvestoren. Monokulturen, Windräder, Tiermastbetriebe und Biogasanlagen verändern das Landschaftsbild. Der Film handelt vom Leben der Menschen in dieser dünnbesiedelten Gegend. Er besucht seine unmittelbaren Nachbarn, Dorfbewohner, Zugezogene, Landwirte und Umweltschützer wie Prof. Michael Succow. Sie erzählen von ihrem Alltag, ihren Sorgen und Visionen.


Sa. 04. 03. 2017 • 20 UHR

"Power to Change – Die Energie Rebellion", Kino-Dokumentarfilm 2016 (94 Min.), R/A: Carl A. Fechner

Nach „Die 4. Revolution“ präsentiert Carl-A. Fechner mit seinem neuen Kinofilm die Vision einer demokratischen, nachhaltigen und bezahlbaren Energieversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien. Der Film ist ein eindrucksvolles Plädoyer für eine rasche Umsetzung der Energiewende und erzählt mitreißende Geschichten von Kämpfern, Tüftlern und Menschen wie Du und Ich. - Ein Film, der einen Punkt hinter die Weltuntergangsszenarien und abgehobenen Diskussionen um die Machbarkeit der Energiewende setzt: Kurzweilig, spannend und ohne moralischen Zeigefinger.


So. 12. 03. 2017 • 15 + 17 + 19 UHR

NATURFILMTAG

Einen ganzen Tag werden im Kulturbahnhof zauberhafte, berührende Filme gezeigt mit großartigen Landschaftsaufnahmen und spektakulären Bildern. Wir starten um 15 Uhr mit einem Film für die ganze Familie.

15 Uhr: "Frühlingswelten", Dokumentarfilm (45 Min.) R/A: Annette Scheurich Der Frühling ist die Zeit des Neuanfangs und frischen Lebens. Nie ist die unbändige Kraft der Lebensfreude so greifbar wie in dieser Jahreszeit. Ob in Wäldern, auf Wiesen und Feldern oder in Gärten – überall erwacht die Natur aus dem Winterschlaf: Die Welt wird wieder bunt. Die Magie des Frühlings in all seiner Pracht steht im Fokus dieses Films. Außergewöhnliche Tiergeschichten, mal heiter,
mal dramatisch, lassen eine ganz besondere Frühlingsatmosphäre entstehen. Fröhlich, amüsant und spannend zugleich, verdeutlicht der Film auf eindrucksvolle Weise, dass der Frühling in Deutschland die schönste Jahreszeit ist.

17 Uhr: "Amurtiger" (45 Min.) R/A: Henry M. Mix Amur-Tiger sind die weltweit am nördlichsten lebenden Tiger, die sich diesen winterkalten Lebensraum erschlossen haben. Nicht selten sinken die Temperaturen auf unter minus 40 Grad. Im kurzen ussurischen Sommer steigen sie regelmäßig bis auf über 30 Grad. Der Landstreifen am Japanischen Meer ist dicht besiedelt und Holzfäller-Camps schieben sich immer tiefer in die Taiga. Die Tiger können kaum noch wie gewohnt wandern, ohne zunehmend auf menschliche Ansiedlungen zu stoßen. Das Reich des Herrschers der Taiga ist bedroht. Die fernöstlichen Wälder werden geplündert, abgeholzt und exportiert. Reiche Russen chartern Kleinflugzeuge und machen Jagdausflüge tief hinein in die Wildnis. Auch die Wilderei auf zentrale Beutetiere des Tigers, das sind Kragenbären, Sikahirsche und Wildschweine, bedroht die noch etwa 400-500 wilden Amur-Tiger. Bleibt die Frage: „Wird es in 20 Jahren noch wilde Tiger auf unserer Erde geben “?

19 Uhr: "Passion for Planet", Kino-Dokumentarfilm (98 Min.) A/R/K: Werner Schuessler Der Film schickt uns auf eine Abenteuerreise rund um den Globus in die Arbeits- und Lebenswelten von sechs Natur- und Tierfilmern: Des kanadischen Filmemachers Rob Stewart, der gegen die Dezimierung der weltweiten Haibestände kämpft, des Deutschen Jan Haft bei der mühsamen Suche nach positiven Beispielen für den Artenschutz, der Inderin Rita Banerji, die mit der Wilderei bei der verarmten Landbevölkerung konfrontiert ist, und Mark Shelley aus Kalifornien, der mit seinen kritischen Filmen auf Widerstand bei Kollegen und Fernsehsendern stößt. Die Österreicher Michael und Rita Schlamberger haben in Sambia damit zu kämpfen, dass ihre Auftraggeber verlangen, Idyllen jenseits der rauen Realitäten zu erzeugen. Letztlich eint sie vor allem eine gemeinsame Passion: Die Liebe für die Natur und der Kampf, sie zu erhalten.


Sa. 25. 03. 2017 • 20 UHR

"Auf dem Abstellgleis - Die Bahn in der Krise", Dokumentarfilm 2016 (44 Min.), ab Klasse 4

Thema: Zukunftsfrage: Ökologische Mobilität auf der Schiene?
"Unternehmen Zukunft" war der Werbeslogan der Deutschen Bahn in den 90er Jahren. Heute ist das kaum noch zu spüren. Anscheinend gibt es keine Strategie für den Schienenverkehr: Umschlagszentren der Logistiksparte ohne Gleisanschluss, Güterverladungen sollen offenbar geschlossen, beliebte Auto- und Nachtzüge eingestellt werden, oder ein Bahnhof wird aus der Innenstadt in ein Gewerbegebiet verlegt. 2015 machte die Bahn wohl 1,3 Milliarden Euro Verlust, und die Pünktlichkeit der Züge ist so schlecht wie selten zuvor. Die Filmemacher fragen investigativ nach der Zukunft dieses Staatskonzerns.