Brandenburger ÖKOFILMTOUR
26.02.-19.03.10
„Film ab…“ hieß es zum fünften Mal im
Kulturbahnhof in Biesenthal. Im Rahmen der Ökofilmtour wurden vom
26. Februar bis zum 19. März Filme gezeigt.
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PROGRAMM
Fr. 26.02.10
19 Uhr |

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BIRDWATCHERS -
DAS LAND DER ROTEN MENSCHEN
Spielfilm von Marco Bechis und Luiz Bolognesi
Italien 2008, 108 Minuten
Die weißen Grundbesitzer im brasilianischen Mato Grosso do
Sul verdienen sowohl am Anbau genveränderter Pflanzen wie am „Birdwatching“ der
Touristen. Die dafür engagierten Guarani-Kaiowa-Indianer fristen
ein perspektivloses Leben, das ihre Jugend in den Selbstmord treibt.
Als ihr Häuptling das Volk aus dem Reservat in das Land der
Vorväter zurückführt, beginnt eine dramatische Handlung.
Mit großer Authentizität zeigen die indianischen Darsteller
ihren Alltag, ihre Sorgen und ihren Kampf in diesem spannenden Spielfilm.
Referentin: Hannelore Gilsenbach
vom Verein Bund für Naturvölker erzählt von ihren
Erfahrungen aus Lateinamerika.
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Sa. 27.02.10
19 Uhr |
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KLUGE PFLANZE
Dokumentarfilm, je 44 Min.
(WDR/Arte, Volker Arzt, Immanuel Birmelin)
1. Wie die wilden Tiere
Pflanzen können viel mehr als die meisten Menschen ihnen zutrauen:
Sie kämpfen gegen Konkurrenten und Feinde, sie erkunden ihre Umwelt
und brauchen Partner für den Sex. Dabei entwickeln sie fast un-heimliche
Strategien und Fähigkeiten. Sie warnen und wehren sich. Sie lügen
und betrügen. Sie reden miteinander und rufen um Hilfe bei Gefahr.
Dieser Film zeigt aus einem ganz neuen Blickwinkel die
schier unglaublichen Fähigkeiten
der Pflanzen und berichtet über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.
2. Blattgeflüster
Hunde bellen, Vögel zwitschern, Menschen reden. Aber auch Pflanzen
können sich verständlich machen. Allerdings setzen sie Duftstoffe
ein, um Tieren oder Nachbarpflanzen ihre Botschaften zu vermitteln – über
und unter der Erde. Sogar elektrische Signale werden zum Informationstausch
zwischen Blättern und Wurzeln genutzt. Die Limabohne aus Mexico verfügt über
ein Frühwarnsystem und ruft in manchen Fällen „Bodentruppen“ und „Luftgeschwader“ herbei.
Der Wilde Tabak setzt bei Feinden auf Nervengifte.
Referent: Andreas Richter gibt Führungen im Forstbotanischen
Garten Eberswalde; er berichtet von seinen Erfahrungen mit der
botanischen Welt. |
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Fr. 05.03.10
19 Uhr |
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DER BAUER, DER DAS GRAS WACHSEN HÖRT
Dokumentarfilm von Bertram Verhaag, Deutschland 2009,
45 Min.
„Ich bin ein freier Ökobauer“, ist die selbstbe-wusste
Aussage des 57-jährigen Michael Simml. Mit sechs Jahren saß er
auf dem Schoss seines kriegsblinden Vaters und gab beim Pflügen
die Richtung an. 1984, bald nach der Hofübergabe, stellte Michael
Simml bereits auf Ökoanbau um. Heute erwirtschaftet er mit Hilfe
seiner Familie auf kärgstem Boden im Bayerischen Wald höchste
Erträge. Wie er das macht, das erzählt er freigiebig mit Leib,
Herz und Seele.
Referent: Ralph Behring erzählt was ein
Brandenburger Ökobauer hört und sieht
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Sa. 06.03.10
19 Uhr |
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DAS RÄTSEL DER ZUGVÖGEL
Dokumentation, 30 Min.
(ZDF „Abenteuer Wissen“, Simone Rosner)
Jedes Jahr gehen weltweit 50 Milliarden Vögel auf die Reise. Sie
pendeln zwischen ihren Brutgebieten und den Winterquartieren. Doch
ihr Verhalten gerät zunehmend durcheinander. Sie verändern
Zugrouten und –zeiten oder verbringen die zunehmend milden Winter
gleich ganz in ihren Brutgebiet. Doch was ist die Ursache für
dieses rätselhafte Phänomen? Experten betrachten die Zugvögel
als Gradmesser des Klima-wandels. Die Natur ist im Umbruch. Wie wirken
sich der veränderte Vogelzug und seine Folgen auf Tier- und Pflanzenwelt
auf uns und unser Leben aus?
An mehreren Stationen in Deutschland dokumentiert Abenteuer Wissen,
wie sich das Verhalten der Vögel bereits verändert hat: Kraniche
werden zur Plage auf landwirtschaftlichen Flächen, weil sie ihren
Zug nicht gen Süden fortsetzen, sondern im milden Nordwestdeuschland
bleiben. Neue Arten wie der Bienen-fresser kommen aus dem Mittelmeerraum
zu uns und schaffen es inzwischen, am Rhein zu überwintern. Auf
der Vogelwarte Helgoland sind Froscher verwundert über das Ausbleiben
einiger gefiederter Winter-gäste aus arktischen Breiten. Europaweit
beobachten Biologen, dass sich Zugrouten verändern und man-che
Vogelarten die mühselige Reise gleich ganz ausfallen lassen.
Im weltweit einzigen Windkanal für Zugvögel erforschen Peter
Berthold und seine Kollegen die unglaubli-che Ausdauer und Orientierungsleitung
von Vögeln, die über tausend Kilometer zurücklegen,
um an ihr Ziel zu gelangen.Wie Rotkehlchen oder Mönchsgrasmücken
trotz Nacht und Nebel nicht vom richtigen Kurs abkommen, das war lange
Zeit ein Rätsel.
Doch nun kommen Biologen dem geheimen inneren Kompaß der Vögel
auf der Spur. Abenteuer Wissen zeigt, welche ausgeklügelten Experimente
dazu nötig sind.
Referentin: die Ornithologin
Susanne Arbeiter, derzeit an der Universität
Potsdam, berichtet über ihre Erfahrungen mit dem Segenrohrsänger
im Senegal, den sie im Winterquartier besuchte. |
Sa. 06.03.10
im Anschluss
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DIE RÜCKKEHR DER WÖLFE
Dokumentarfilm, 15 Min.
(ZDF, Axel Gomille)
Nachdem wildlebende Wölfe lange bei uns verschwunden waren, sind
mittlerweile wieder einige Exempla-re aus Polen in den Osten Deutschland
eingewandert. Und sie vermehren sich: Fast unbemerkt haben sie auf
einem Truppenübungsplatz Junge bekommen, die nun neue Reviere
suchen. Die Rückkehr der Raub-tiere spaltet die Bevölkerung:
Für die einen sind die Wölfe ein willkommenes Symbol für
die Versöhnung mit der Natur, die anderen bemühen Klischees
vom „bösen Wolf“ und fürchten um die Sicherheit
ihrer Kinder. In dieser aufgeheizten Debatte versuchen Gesa Kluth und
Ilka Reinhardt vom „Wildbiologischen Büro Lupus“ zu
vermitteln. Sie wollen mit Information Vorurteile und Angst bekämpfen.
Referentin: Antje Kayser,
eine ehrenamtliche Wolfsbetreuerin für
die Region Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming stellt ihre Arbeit
im Anschluss vor. Sie erklärt, wann die Wölfe nach Biesenthal
kommen. |
| Fr. 19.03.10 |
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GEKAUFTE WAHRHEIT
Wissenschaft im Magnetfeld des
Geldes
Dokumentarfilm: 90 Minuten
(BR, 2009)
Der Agrar-Chemie-Multi Monsanto brachte Anfang der 90er Jahre
genmanipulierte Pflanzen auf den Markt, die angeblich die Probleme
der Welternährung
lösen sollten. Tatsächlich bedeuten diese Pflanzen unwiederbringliche
Zerstörung der biologischen Vielfalt, wo immer sie angebaut
werden.
Die Mehrheit der Forscher im Bereich Gentechnik wird von
der Industrie bezahlt. Lediglich 5 Prozent sind unabhängig. Der Film ist
ein dokumentarischer Thriller darüber, wie multinationale
Agro-Chemie-Konzerne Wissenschaftler zu Opfern machen, um zu verhindern,
dass sie ihre kritischen Forschungsergebnisse veröffentlichen. Referentin:
Ute Sprenger, Publizistin und Beraterin
für Ressourcenpolitik, Ökologie und internationale
Entwicklung, erzählt von ihren Erfahrungen aus
dem In- und Ausland.
Organisiert von der Initiative „Gentechnikanbaufreie
Region südlicher Barnim“. |
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Eintritt: 3,50 € / ermäßigt 1,50 € / Kinder bis
14 Jahre frei
Freier Eintritt für Asylsuchende und Begleitpersonen von Behinderten, die
ohne fremde Hilfe nicht unsere Veranstaltungen besuchen könnten
Programminfo und Anfragen für Schulklassen: 03337
/ 739081 oder Tourismusbüro 03337/